19.07.2012

Liederbuch "Das Ding"

Haufenweise Songs - einfach dabei!


Als ich zum ersten Mal die Liedersammlung "Das Ding" in Händen hielt, dachte ich: "Da steht echt alles drin – muss ich haben!" Über 400 Songs, Griffbilder, Akkordschemen – alles im handlichen Taschenbuch-Format und mit stabiler Spiralbindung. Perfekt!

Daran hat sich auch Jahre später im wesentlichen nichts geändert. Ein Liederbuch gehört ohnehin ins Gitarristen-Regal – oder am besten gleich ins Gigbag. Denn was hilfts, wenn Du die schärfsten Solos und krassesten Licks spielen kannst, aber beim Lieblingssong der Freundin die Akkorde nicht kennst oder mitten im Mitsing-Schlager beim Spontan-Gig unter Freunden einen Text-Hänger hast. "Das Ding" löst diese Probleme mit einem Handgriff - Wow!



400 Songs im Taschenbuch-Format

Also ist "Das Ding" schon seit 2001 mein ständiger Begleiter: Kaum eine Probe, Session oder auch Unterrichtseinheit, bei dem ich das Buch nicht dabei hab. Größter Trumpf ist vor allem die kompakte DIN A5-Form des Ringbuchs. Zwar ist auch eine "große" Version mit Melodie-Noten im Handel erhältlich – auch die ist durchaus sinnvoll vor allem für Sänger und Ensembles – allerdings bevorzuge ich weiterhin die kleine Ausgabe. Sie passt in jede Tasche und ist deshalb auch (fast) immer dabei.

Die beiden Autoren Bernhard Bitzel und Andreas Lutz haben sich alle Mühe gegeben die wichtigsten Klassiker aus Rock und Pop zusammenzutragen und Texte sowie Akkorde zusammenzustellen. Da ich die meisten Songs ohnehin "im Ohr" hab (das Buch ist voller "Gassenhauer") fehlen mir die Melodienoten nur in Ausnahmefällen. Trotzdem gibt es auch Kritikpunkte, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.


Es gibt auch kleine Fehler...

So sind den beiden Liedersammlern ein paar kleine Fehler unterlaufen. Zumindest in der Erstauflage (meine Rezensionsgrundlage) liegen einige (überwiegend) englische Texte stellenweise neben den eigentlichen Lyrics. Für Verwirrung sorgt manchmal auch die reduzierte Akkord-Darstellung: Es wird z.B. nicht immer sofort klar ob mit dem "B" ein "Bb"-Akkord (deutscher Sprachraum) oder ein "H"-Akkord (englischer Sprachraum) gemeint ist.

Auch die bloße Zusammenstellung "Text unten, Akkord darüber" ist in einigen Fällen zu ungenau. Vor allem, wenn nicht auf den ersten Blick zu sehen ist, wann welcher Akkord zu spielen ist. Da wären Takt-Striche – etwa mit dem "/"-Zeichen, wie in Internet-Foren zum Thema Tabs und Akkorde inzwischen üblich – schon ein echter Helfer.


Fazit: Tolles "Ding" – trotz aller Nicklichkeiten

In den meisten Fällen stören die kleinen Fehlerchen jedoch nicht. Das Prinzip von "Das Ding" geht dagegen immer voll auf: haufenweise Lieder, leicht verständliche Zusammenstellung, kompaktes Layout. Man kriegt echt eine Menge Musik für's Geld. Auf der offiziellen Website zum "Kultliederbuch" gibts zudem eine "Pinnwand" für Kritik und Vorschläge und Artikel über Musiktheorie sowie die Grifftabelle aus dem Buch zum kostenlosen Download.

1 Kommentar:

  1. Wenn man den Song nicht so gut kennt, wären wirklich Takte und sogar Noten vorteilhaft!

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