10.06.2013

Highway to Hell - Akkorde

Drei Griffe müsst ihr sein!

Der Song "Highway to Hell" der australischen Rockband ACDC ist nicht nur populär und bei allen Gitarristen sehr beliebt. Er ist in Aufbau und Spielweise ein derart klassisches Stück Rockmusik, dass man diesen Hit getrost auch als Blaupause für jeden guten Rock-Song ansehen kann.

Als ob es einen Beweis gebraucht hätte, dass man mit drei Akkorden einen Welthit schreiben kann, kommt "Highway to Hell" letztlich auch fast nur mit 3 Griffen aus... Bis auf eine Stelle.

Die Spielweise ist der Trick

Bevor Du auch nur einen Ton spielst, solltest Du Dir noch einmal kurz den Song anhören und genau auf die einzelnen Teile achten, wie zB Intro, Strophe, Refrain und Solo.

Dabei sind die Grund-Griffe für "Highway to hell" gar nicht schwer zu greifen – die Spielweise ist der ganz große Trick. So viel sei verraten: am aller nächsten kommt man dem typischen Original-ACDC-Sound, wenn man das gesamte Haupt-Riff mit voller Kraft nur mit Abschlägen spielt und den Verstärker dabei lediglich auf "Crunch" bzw. "Distortion" stellt.
Hier die Übersicht aller drei Griffe, die Du für die Kernteile des Songs können musst:
Ein fast normaler
G-Dur-Akkord
rundet das Riff ab
Der A-Dur-Akkord:
Der erste Griff von
Highway to hell
D über Fis:
Der 2. Griff
des Kult-Riffs

Es geht auch mit Schlamper-Griffen

Ich greif den A-Dur am liebsten mit dem Zeigefinger barré über die Saiten D bis e (wobei das hohe "e" stumm bleibt). Manchmal setze ich auch den Daumen ein, um beim D-Dur mit F# im Bass den 2. Bund der tiefen E-Saite zu greifen.
Besonders knifflig ist der Wechsel zwischen dem D/F# und G-Dur-Akkord. Mit diesen Übungen kannst Du Dich an die schwierigen Stellen in den verschiedenen Teilen heranarbeiten:
Mit diesen Übungen kommst Du
dem typischen Highway to Hell-Groove sehr nah.
Noch einfacher, weil konkreter ist der Akkord-Wechsel im Chorus von "Highway to hell". Die Akkordfolge lautet zwar einfach nur // A / D G D // - doch der vorgezogene Wechsel von A zu D ist nicht ohne. Auch den Akkordwechsel zwischen D, G und wieder D solltest Du extra üben.

 

Zum Ablauf

Wenn diese beiden Teile funktionieren, hast Du den Song eigentlich in Grundzügen schon erobert. Schließlich liegt dem Ablauf ein ganz charakteristisches Schema der Rockmusik zugrunde:
  • Intro (=Riff 1)
  • Strophe (=Riff 1)
  • Refrain (=Riff 2)
  • Strophe
  • Refrain
  • Bridge (Akkorde D – G – D)
  • Solo (=Riff 2)
  • Refrain 2x – Schluss
Kommt auch vor:
Der E-Dur-Griff bei
"Highway to Hell"

 

Nur einmal kommt E-Dur vor

Doch so ganz mit "nur 3 Akkorden" kommt auch "Highway to Hell" nicht wirklich aus. Am Ende jeder Strophe wird für zwei Takte ein E-Dur Akkord als Aufbau-Akkord für den Refrain in schönen, geraden Achtel-Noten reingehämmert.

 

Pentatonik fürs Solo

Tonmaterial fürs Solo:
Die Blues-Pentatonik
Für sein Gitarrensolo, das im Original einige tolle Blues-Licks enthält, verwendet Angus Young beinahe ausschließlich Tonmaterial der A-Moll-Pentatonic. Das passt grundsätzlich zu den Solo-Akkorden (A, D und G) und sorgt für den typisch rotzigen Blues-Gitarren-Sound, den dieser Song braucht. 
High-Gain-Sound und Schredding-Licks sind bei diesem Klassiker wirklich fehl am Platz. Wenn ihr diesen Song cool runter spielen wollt, legt lieber maximalen Rock-n-Roll in die Bending-Licks Eurer Pentatonik.

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